JOOLA Tischtennis Roboter Test

Die Tischtennisfirma JOOLA bietet eine Reihe von Tischtennis Robotern an, die das Vereins- und Heimtraining erleichtern sollen. Mit einem JOOLA Roboter können die eigenen Trainingsziele schneller erreicht werden. Doch welcher JOOLA Tischtennis Roboter eignet sich für mich? Worauf muss ich beim Kauf achten? Welche Empfehlung kann TT-Shop.de aussprechen?

Die Themenreihe Tischtennisroboter begann mit einem ausführlichen Testbericht zu Tischtennis Ballmaschinen, welcher zugegebenermaßen die größte Arbeit bereitete. Allerdings – so denke ich – bringt dieser den größten Mehrwert für euch Leser.

Um einen Komplettüberblick zu gewährleisten folgten im Anschluss noch markenspezifische Vergleiche der Roboter von Donic und Tibhar. Im heutigen Vergleichstest soll es explizit um JOOLA Roboter und den Modellen Shorty bzw. TT Buddy gehen.

JOOLA Roboter - Die Zusammenfassung gleich zu Beginn

Alle hier verglichenen JOOLA Tischtennisroboter sind eine tolle Erfindung und, z.B. als Teil des Tischtennistrainings oder in der Freizeit, eine sinnvolle Ergänzung. Allgemein bietet das Robotertraining gegenüber dem Training mit Menschen einige Vorzüge. Andererseits können Tischtennisroboter jedoch nie einen Trainingspartner vollständig ersetzen.

Die JOOLA Roboter - insbesondere die TT Buddy Reihe - sind unsere Empfehlung für den preisbewussten Spieler/ Verein. Der günstigste TT Buddy ist bereits für weniger als 100 € zu haben und ist somit ideal für das Kinder- und Anfängertraining geeignet.

Alle Tischtennisroboter haben gemeinsam, dass sie hin und wieder gewartet, gepflegt und gesäubert werden sollten, sodass diese lange Zeit gut und so präzise wie möglich funktionieren. 

Bevor wir zum JOOLA Tischtennisroboter Vergleich kommen, gibt es hier noch ein paar kurze Infos rund um das Thema Tischtennisroboter an sich. 

TT-Roboter sind auf oder hinter der Tischtennisplatte platzierte Sportgeräte, welche Tischtennisbälle nach entsprechenden Eingaben am Steuergerät automatisiert in Richtung gegnerische Tischhälfte spielen. Dabei können, je nach Typ, verschiedene Einstellungen (z.B. Platzierung, Geschwindigkeit, Rotationsstärke und -richtung, Frequenz, …) vorgenommen werden. 

Auch die JOOLA Roboter sind aus wichtigen Kernelementen aufgebaut. Dazu zählen etwa: Steuergerät (dient der Einstellung und gesamten Bedienung des Roboters), Kopf (dient der Ausgabe der Bälle) und Ballauffangschale.

Welche Vor- und Nachteile bieten die JOOLA TT Roboter? Welche Modelle können empfohlen werden? Für wen eignet sich welcher Roboter? Diese Fragen sollen in unserem JOOLA TT Roboter Vergleich näher beleuchtet werden.

Joola Roboter - Was sind deren Vor- und Nachteile?

JOOLA Tischtennis Roboter bieten eine Menge nützlicher Vorteile, aber auch einige Nachteile, über die man sich im Klaren sein sollte.

Tischtennisroboter können niemals einen echten Trainingspartner aus Fleisch und Blut ersetzen. Es ist nämlich sehr wichtig, die Bewegungen des Gegners deuten zu lernen, um z.B. die Spin-Intensität des Balles zu erkennen und optimal zu reagieren.

Dies ist bei den Tischtennisrobotern natürlich nicht möglich: Der Spin wird vorher einprogrammiert und man kann die Intensität des Spins abseits dessen nicht anderweitig einschätzen.

Zudem können die JOOLA Roboter in unserem Vergleich nicht die Bandbreite an Schnittintensitäten und -formen nachbilden, wie es ein Mensch zu tun vermag. Wenn man um diese Nachteile allerdings weiß, dann ist dem Robotertraining nichts entgegenzusetzen.

Denn dieses bietet auch viele Vorteile: Durch die Automatisierung ist kein Balleimertraining mit einem Mensch als Ballgeber mehr nötig. Das übernimmt nun der Roboter. Trainer können so den Spieler viel intensiver betrachten und analysieren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beinarbeit sehr gut mit Tischtennisrobotern geschult werden kann. Aber auch die Tischtennisroboter, die vielleicht nicht gerade den Anspruch von ambitionierten Spielern erfüllen, nehmen ihren Platz ein.

In unserem Donic Tischtennisroboter Test wurden die folgenden Modelle verglichen:

Platz 1: JOOLA Shorty

JOOLA Shorty Test

Auf dem ersten Platz in unserem JOOLA-Tischtennisroboter Vergleich landet der JOOLA Shorty. Dieser Tischtennisroboter ist im Vergleich zu den übrigen drei Robotern zwar recht teuer, aber er besticht z.B. durch eine deutlich bessere Präzision der Bälle und durch eine deutlich größere Bandbreite an Einstellungsmöglichkeiten.

Diese betreffen die Einstellbarkeit der Flugbahn. Ferner stehen acht Ballgeschwindigkeiten zur Verfügung, verschiedene Streuwinkel, neun Ballauswurffrequenzen (25-85 Bälle/min) und acht Spin-Varianten der Bälle (Topspin, Unterschnitt und Seitschnittkombinationen).

Aber das ist noch nicht alles. Hier ein Überblick, was der JOOLA Shorty ansonsten noch bietet: direkte und indirekte Bälle sind spielbar; auch steht eine Oszillatorfunktion zur Verfügung. Viele Einstellungen sind dabei bequem über eine Fernbedienung steuerbar. Die Ballschale fasst sogar 150 Bälle, was schon richtig gut ist! 

Für den Auf- und Abbau muss man beim JOOLA Shorty nicht viel Zeit einplanen, lediglich den Ballbehälter aufzusetzen und den Ballmischstab anzuschrauben kostet ein paar extra Momente. Der JOOLA Shorty ist also eine echt gute Wahl, dies gilt für Anfänger, aber auch für weit Fortgeschrittene.

Platz 2: JOOLA TT Buddy V300

JOOLA TT Buddy V300 Test

In unserem JOOLA Tischtennisroboter Vergleich geht der zweite Platz an den JOOLA TT Buddy V300. Dieser besticht zunächst durch einen günstigen Anschaffungspreis, allerdings muss man dafür auf einige Einstellungen, im Vergleich zum JOOLA Shorty, verzichten.

Die Ballauswurffrequenz ist nur zwischen 20 oder 70 Bällen/min wählbar. Die Spin-Variationen (5-stufig) beziehen sich ausschließlich auf Topspin (2 Intensitäten) und Unterschnitt. Weiterhin besteht beim Joola TT Buddy V300 die Oszillationsfunktion und eine Ansteuerung per Fernbedienung.

Zudem ist es positiv, dass das Gerät blitzschnell aufgebaut und mit etwa 1,1 kg recht leicht und handlich ist. Die Ballauffangschale umfasst etwa 100 Bälle. Das ist ok.

Negativ ist beim Joola TT Buddy V300 jedoch, dass er die Bälle mit einer recht hohen Geschwindigkeit auswirft. Das könnte problematisch für Neulinge sein.

Ferner sind seine aufgeworfenen Bälle mitunter etwas unpräzise positioniert und es kommt vor, dass sich Bälle ab und an verklemmen.

Daher hat der JOOLA TT Buddy V300 im Einsatz zwar gewisse Grenzen, jedoch kann er für Anfänger oder im Freizeitbereich gut eingesetzt werden, besonders da der Anschaffungspreis recht günstig ist.

Platz 3: JOOLA TT Buddy V200

JOOLA TT Buddy V200 Test

Den dritten Platz belegt der JOOLA TT Buddy V200 in unserem Vergleich der JOOLA Tischtennisroboter. Dieser ist zwar nochmals günstiger als der JOOLA TT Buddy V300, aber auch hier gehen wiederum ein paar Funktionen verloren:

Der Topspin ist nunmehr nur noch in einer Intensitätsstufe verfügbar (es gibt wie beim JOOLA TT Buddy V300 aber nach wie vor Unterschnitt und Topspin), die Oszillatorfunktion entfällt und die Geschwindigkeiten der Bälle sind nicht mehr stufenweise einstellbar.

Die anderen positiven Merkmale des V300, wie das Volumen der Auffangschale, der leichte und schnelle Aufbau oder das geringe Gewicht, bleiben aber auch beim JOOLA TT Buddy V200 bestehen.

Dies gilt aber leider auch für die negativen Aspekte. Daher empfehlen wir den JOOLA TT Buddy V200 nur im Tischtennis Anfänger- oder Freizeitbereich. In diesen Fällen steht dem Spaß, nicht auch zuletzt durch den geringen Anschaffungspreis, nichts mehr im Weg.

Platz 4: JOOLA TT Buddy V100

JOOLA TT Buddy V100 Test

Der vierte und somit letzte Platz geht an den JOOLA TT Buddy V100. In unserem JOOLA Tischtennisroboter Vergleich ist er zwar der günstigste aller Roboter, jedoch verfügt er nur über Topspin-Bälle. Unterschnitt steht nicht zur Verfügung.

Ähnlich wie schon beim JOOLA TT Buddy V200 besitzt der JOOLA TT Buddy V100 keine Oszillatorfunktion. Die Ballauswurffrequenz bleibt jedoch einstellbar. Zudem ist er ebenso schnell aufgebaut und die Ballauffangschale umfasst ebenso ca. 100 Bälle.

Leider ist der JOOLA TT Buddy V100 genauso anfällig für das vereinzelte Steckenbleiben von Bällen und die mitunter mangelnde Ballpräzision. Daher wird dem JOOLA TT Buddy V100 besonders eine Rolle im Freizeit- und Hobbybereich (etwa auf Kindergeburtstagen, …) gerecht. Der Einsatz im ambitionierten Tischtennis-Anfängertraining mag bestenfalls begrenzt möglich sein.

JOOLA Infinity Tischtennis Roboter

JOOLA Infinity Tischtennis Roboter

Der Tischtennis Roboter JOOLA Infinity wird vermutlich bald auf Platz eins dieses Tests stehen und auch den Platzhirschen rund um Donic Robo Pong 3050XL oder Tibhar Robo Pro Master mächtig Konkurrenz machen. 

Mittels eines Kickstarter-Projekts wurde der mit APP-Steuerung versehene Roboter entwickelt. Anfang diesen Jahres (2022) wurden die ersten Modelle an die Unterstützer herausgegeben. 

Der Vorteil dieser Ballmaschine ist, dass jeder Ball individuell via Smartphone oder Tablet eingestellt werden kann. Dabei können Geschwindigkeit, Ballfrequenz, Rotation, Platzierung und Beschleunigung ganz einfach per APP-Steuerung festgelegt werden.

Es können 30 bis 100 Bälle pro Minute mit dem JOOLA Infinity gespielt werden. Mittels eines extra installierten Ballauffangnetz können die Bälle für ein unendliches Spielen zurückgeführt werden. Beeindruckend sind die einstellbaren Winkel des Oszillators, wodurch jegliche Platzierung auf dem Tisch angestrebt werden kann.

Die ersten Eindrücke mit dem JOOLA Infinity sind jedenfalls sehr vielversprechend. Wir halten euch auf dem laufenden, wann der Roboter erscheinen wird und machen womöglich einen Test noch vor dem Release.

Kurzüberblick zu unseren Testergebnissen:
JOOLA Shorty: Der Testsieger, aufgrund der Qualität auch für höherklassische Spieler geeignet
JOOLA TT Buddy V300: Platz zwei, Topspin und Unterschnitt in mehreren Intensitätsstufen ist möglich
JOOLA TT Buddy V200: Platz drei, Topspin und Unterschnitt in einer Intensitätsstufe möglich
JOOLA TT Buddy V100: Platz vier, günstigster Preis, Ballauswurf nur mit Topspin

Abschließende Tipps rund um JOOLA Roboter

Nachdem wir nun in unserem JOOLA Tischtennisroboter Test & Vergleich alle Plätze vergeben haben, gilt es ein paar Tipps rund um den Tischtennisroboter zu beachten.

Alle JOOLA Tischtennis Roboter sollten regelmäßig gepflegt werden. Dahingehend wollen wir euch hier ein paar einfache Tipps mit auf den Weg geben.

Diese beziehen sich z.B. auf die Förderelemente der Bälle, wie die Förderräder/Rollen oder auch der Roboter-Kopf, Auffangschalen usw. Alle Elemente sollten hin und wieder gereinigt und gewartet werden. Schmutz in oder an diesen Teilen lassen Bälle teilweise verklemmen und gefährden die Präzision und Langlebigkeit der JOOLA Roboter.

Gleiches gilt natürlich auch für die Bälle an sich: Kommen die Bälle mit dem Staub und Schmutz des Hallen- oder Kellerbodens in Kontakt, tragen die Bälle diese Partikel in den Tischtennisroboter hinein und schränken so seine Funktionalität ein.

Daher sollten die Bälle regelmäßig gereinigt werden. Was dahingehend gut hilft, ist der zusätzliche Erwerb eines Ballauffangnetzes. Ballauffangnetze verhindern, dass der Großteil der Bälle auf den Fußboden fällt (Hinweis: nicht vergessen, ausreichend Bälle zu kaufen).

Übrigens: auch die Tische können verschmutzen. Auf Sauberkeit ist also auch bei ihnen zu achten!

Ebenfalls wichtig: Falls doch einmal ein Ball stecken bleibt, dann bitte niemals den Tischtennisroboter anstoßen oder schlagen, denn das könnte ihn dauerhaft beschädigen.

Mit diesen Tipps werdet ihr viel Freude und auch Erfolg an bzw. mit eurem JOOLA Tischtennisroboter haben.

Viel Spaß mit dem neuen Gerät, wünscht der Autor: Matthias Bormann

Letzte Aktualisierung: 17.03.2022 - Der Originalartikel stammt vom 02.08.2017 und wird seitdem kontinuierlich angepasst & ergänzt
Über den Autor
Matthias Bormann
Matthias Bormann

Als diplomierter Sportwissenschaftler und Tischtennis Coach blogge ich hier über die wichtigsten Themen im Tischtennis, dem Tischtennis Material & meinen TT-Shop betreffend.

Matthias Bormann
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